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Veit: 0173-77 49 365
Kjell: 0179-56 33 015
Kay: 0170-888 6880

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Fotos unseres Projekts finden Sie hier - wir versuchen, auch hohe Auflösungen zur Verfügung zu stellen.

Die aktuelle Route und Standorte finden Sie auf der Startseite.

Seit Beginn des Projekts waren wir so eingespannt, dass wir leider kaum Zeit hatten, die Berichte im Fernsehen, Radio und Zeitungen zu sehen, zu hören oder zu lesen. Wenn Sie irgendwo etwas über uns entdeckt haben, vielleicht sogar noch den Zeitungsausschnitt oder einen Mitschnitt haben - wir würden uns riesig darüber freuen.

Wir wissen im Moment von diesen Berichten in denen wir erwähnt wurden:
- SFB Abendschau, 15.3.
- SFB Abendschau Spezial zur Lichterkette 15.3.
- Lausitzer Rundschau 17.3.
- Mephisto Radio 18.3.
- Antenne Sachsen 18.3. und 23.3.?
- Neues Deutschland (wann genau?)
- MDR Aktuell (Fernsehen) 19.3.
- BILD Leipzig 20.3.
- MDR Dabei ab 2 (Fernsehen) 20.3.
- MDR Sachsenspiegel 24.3.
- BBC World (Fernsehen) 25.3.
- MDR Radio 25.3.
- Leipziger Volkszeitung, Dresdner Neueste Nachrichten und andere 27.3.
- Leipziger Volkszeitung 1.4.
- MDR Kultur Radio (Anfang April)
- Leipziger Volkszeitung 9.4.
- student! Leipzig, Foto auf der Titelseite, April 2003
- STUZ Studentenzeitung Mainz/Wiesbaden April 2003
- NRJ Sachsen Radio, Dresden 15.4.
- Leipziger Volkszeitung 16.4.
- Sächsische Zeitung 16.4.
- BILD Dresden 17.4.
- taz 22.4.
- Sächsische Zeitung 25.4.
- Bayern 2 Radio, Fankurve, eine Stunde Livesendung 26.4. 15-16 Uhr
- Oberfranken TV, 26.4.
- Neue Presse Coburg 28.4.
- Coburger Tageblatt 28.4.
- Thüringer Landeszeitung Jena 1.5.
- Ostthüringer Zeitung Rudolstadt 1.5.
- Allgemeine Zeitung Mainz 3.5.

Zu sehen waren wir, der Friedensbus und natürlich die vielen Friedensfahnen in vielen anderen Berichten aus Leipzig. Bei allen künftigen Demonstrationen in Leipzig werden die Fahnen nun sicher dabei sein.


Lausitzer Rundschau 17.3.
Lichterkette und Blockade
Millionen demonstrierten weltweit gegen einen Krieg

von Christina Hofmeier und Britta Schmeis
Angesichts eines immer näher rückenden Krieges gegen Irak haben am Wochenende weltweit mehr als eine Million Menschen für den Frieden demonstriert. In Berlin versammelten sich am Samstagabend über 100 000 Menschen zu einer 35 Kilometer langen Lichterkette. In Washington demonstrierten etwa 40 000 Kriegsgegner. Die größten Proteste gab es in Italien, Spanien, Jemen und Kanada.

Zum zweiten Mal binnen vier Wochen gingen am Samstag tausende Menschen gegen einen Krieg im Irak in Berlin auf die Straße. Kerzen, Teelichter und Laternen leuchteten in der abendlichen Millionenstadt. Quer durch die Stadt standen die Menschen bei der 35 Kilometer langen Lichterkette Hand in Hand: Rentner, die selbst noch den Krieg kennen lernen mussten, junge Familien, Studenten, Christen. So eine lange Lichterkette habe es weltweit noch nirgendwo gegeben, sagten die Veranstalter gestern. Die über 100 000 Menschen wollten gemeinsam ein Zeichen gegen Krieg und Gewalt setzen – vom westlichen Spandau durch das Brandenburger Tor bis ins östliche Hellersdorf. Ein Moment der Stille und Nachdenklichkeit setzte ein, als um 20 Uhr zahlreiche Kirchenglocken entlang der leuchtenden „Achse für den Frieden“ ertönten und die Menschen ihre Lichter in den Himmel hielten. Genau vor vier Wochen waren in Berlin rund eine halbe Million Menschen bei einer der größten Friedensdemonstrationen der Nachkriegszeit auf die Straße gegangen. Mit einer solchen Teilnahme hatte niemand gerechnet. Nun kamen wiederum viermal mehr Menschen als erhofft. In manchen Straßen standen die Leute in Zweierreihen. Offenbar hat die große Friedensdemo vom Februar einen Schub ausgelöst.

Am Boulevard Unter den Linden versammelten sich Tausende, um ihrem Unmut gegen die Kriegsgefahr Luft zu machen. Auch an der amerikanischen Botschaft gab es ein Lichtermeer. Der flammende Schriftzug „No War“ leuchtete weithin sichtbar. Aus Lautsprechern erklang das alte Anti-Kriegs-Lied „Blowing in the wind“. Für den 21-jährigen Kai Kühne, mit einer regenbogenfarbenen Fahne um die Schultern, war der Abend zugleich ein Aufbruch. Er fährt mit seinen Brüdern in den Irak: „Mit unserem Friedensbus wollen wir den Kindern dort Spenden, Briefe und Bilder bringen.“ Er habe das Gefühl gehabt, etwas tun zu müssen.

Dieses Gefühl hatten am Samstagabend auch Kriegsgegner in Frankfurt am Main. 900 Menschen demonstrierten vor der US-Airbase am Rhein-Main-Flughafen gegen den drohenden Krieg. Für die Sitzblockade vor dem Haupttor des amerikanischen Militärflughafens breiteten die Teilnehmer Decken, Kissen und Strohsäcke aus. Kartenspiele wurden herausgeholt, Brote geschmiert, eine Dreierkombo machte Musik. Gegen 14 Uhr kam die Aufforderung von der Polizei, das Gelände zu verlassen. Nach mehr als zwei Stunden und zahlreichen Aufforderungen rückten die ersten Polizei-Trupps in Zweierreihen an. Unter Protesten der Kriegsgegner wurden Demonstranten weggetragen. Viele packten ihre Sachen zusammen, es wurde dunkel und immer kälter. „Wir haben unser Ziel erreicht und Sand ins Getriebe gebracht“, resümierte ein Sprecher der Friedensgruppe „resist“, die zu dem Protest aufgerufen hatte.

BILD Leipzig 20.3.
Drei Brüder auf Friedens-Tour
Drei Brüder unterwegs in friedlicher Mission. Kjell (23), Veit (24) und Kay Kühne (21, von li.), die normalerweise in Mainz, Göttingen und Dresden leben, ziehen mit ihrem Friedensbus durch die Lande, machen zurzeit auf dem Augustusplatz Station. Sie sammeln Spenden, Briefe und Bilder, die sie zu den Kindern im Irak bringen wollen. Als Trost, als Hoffnung. "Wir sind aber nicht lebensmüde. Wenn der Krieg noch tobt, prüfen wir erstmal an der Grenze, ob wir weiter fahren", meint Veit, der Älteste.
Nette Aktion - erst durfte Veit auf den Bus klettern, und dann wurde er einfach abgeschnitten...

Leipziger Volkszeitung, Dresdner Neueste Nachrichten und andere 27.3., Seiten 1 und 2
Hilfe für Iraks Bevölkerung
Mensch sein

Von Heidi Enss
Der Tod zielt. Er macht keinen Unterschied, ob Soldat, ob Kind. Es ist Krieg im Irak. Die Kleinen sterben dabei auch ohne dass jemand den Finger am Abzug hat. Denn sauberes Trinkwasser und Nahrung gehen aus. Und wenn Herbert Grönemeyer singt "der Mensch heißt Mensch, weil er lacht und weil er lebt" - so ist das tausende Kilometer weit entfernt.

Aber frisst Entfernung die Nächstenliebe? Der Mensch heißt auch Mensch, weil er mitfühlt. So geht die Not des irakischen Volkes unter die Haut. Was eigentlich könnte Gegner und Befürworter dieses Krieges mehr einen als Humanität - überschreitet sie doch Länder- und Glaubensgrenzen. Vielleicht vermag sie sogar mehr als die Politik. Staatenbünde und Regierungschefs haben eine friedliche Entwaffnung des Irak nicht durchsetzen können. Weltweite Proteste waren immer noch zu leise. Eine Woche nach Kriegsbeginn ändern sie nichts mehr. Die Bomben sind da. Bush und Blair werden ihre Truppen nicht zurückziehen und dem Diktator das Land überlassen. Noch lange kein Grund, die weiße Fahne zu hissen und untätig auf schnellen Frieden zu warten.

Da verkauft zum Beispiel ein Dresdner in Leipzig Pace-Fahnen, um mit dem Erlös unbürokratisch Menschen im Irak zu unterstützen. Ähnliche Aktionen gibt es in vielen deutschen Städten. Hilfskonvois internationaler Organisationen mit Medikamenten und Nahrungsmitteln sind auf dem Weg. Aber anders als nach der großen Flutkatastrophe im August vorigen Jahres fließen hier zu Lande die Gelder noch spärlich. So beklagt das Rote Kreuz, dass die Spendenaufkommen gering und große Teile der Hilfsmaßnahmen noch nicht finanziert sind. ...

Leipziger Volkszeitung 1.4.
Immer mehr bunte Fahnen an Häusern und Balkonen
Leipzig wird immer bunter - mit Friedensfahnen und selbst gebastelten Transparenten. Viele Leute bringen Pappschilder neben der Hausklingel an. "Kein Krieg!" steht zum Beispiel an der Hildebrandstraße 8, wo Pianist Mario Drescher die Idee dazu hatte. In der Arthur-Hoffmann-Straße 62 schrieb Justus Kraner in riesigen Lettern "Pax" auf ein Bettlaken und hing es samt einer Europa-Fahne zum Fenster raus. "Wenn Amerika sich daran stößt, dass das alte Europa beim Krieg nicht mitmacht, kann ich nur sagen: Vielleicht hat man hier aus den eigenen Kriegen gelernt", so der Geschichtsstudent. Er habe gute Freunde in Spanien. "Auch dort ist die Bevölkerung gegen den Krieg und staunt über die Montagsdemos in Leipzig."

Bei der Kundgebung gestern dankte Veit Kühne den hunderten Leuten, die an seinem Bus auf dem Augustusplatz Regenbogen-Fahnen mit der italienischen Aufschrift "Pace" für zehn Euro kauften. "Nutzen Sie dieses Zeichen langfristig. Auch wenn Putin nach Deutschland kommt, der in Tschetschenien Krieg führt", bat der 24-jährige BWL-Absolvent die Zuhörer. Ostwald-Gymnasiast Hannes Rudolph bekam nur noch eine englische Version der Flagge. "Italienisch ist leider ausverkauft, aber ich hänge die trotzdem noch heute aus meinem Fenster."

Leipziger Volkszeitung 16.4.
Leipziger Friedensbus unterwegs nach Bagdad
Wie auf dem Basar boten die Brüder Kjell, Veit und Kay Kühne bunte Friedensfahnen auf dem Augustusplatz an. Nach einem Monat Fahnenverkauf und Teilnahme an den Montags-Demos brachen die Geschwister gestern auf nach Bagdad.

Von Leipzig über Dresden geht es Richtung Süden, über Österreich, Italien, Griechenland, die Türkei, Syrien und Jordanien bis in den Irak. Die Reise wird hauptsächlich über den Fahnenvertrieb im Internet finanziert. "Mit der Tour wollen wir die Leute zum Protestieren motivieren, die Friedensfahnen verbreiten und mit dem Erlös Spenden für Kinder im Irak sammeln. Zudem geht es darum, den von uns gegründeten Hospitality-Club bekannt zu machen", erklärt Kjell. Der Club ist eine Gemeinschaft von Menschen aus aller Welt, die sich gegenseitig helfen und Gastfreundschaft gewähren. "Dieses Projekt soll den Frieden langfristig sichern", meint der Student und veranschaulicht sein Anliegen an einem konkreten Beispiel: "Wenn du jemanden aus dem Irak kennst, ist das anders als nur davon aus den Nachrichten zu hören. Er ist dein Freund und du willst nicht, dass ihm etwas Schreckliches passiert. So setzt du dich für den Frieden ein." Etwa 4000 Mitglieder aus 108 Ländern seien dem Club bereits beigetreten.

Schon jetzt sorgt das bunte Fahrzeug für Medienrummel. Den Bus hat sich Kay vor anderthalb Jahren gekauft. "Ich wollte mobil sein und schlafen können, wo ich will", sagt der angehende Wirtschaftswissenschaftler.

Am 10. März hatte das Trio die Idee, den Bus anzustreichen und damit für den Frieden auf Tour zu gehen. Ganz Leipzig stehe hinter ihnen, meinen die Brüder: Es gab keine Probleme mit der Stadt. Kay: "Die Polizei machte uns den Weg frei bei Hindernissen für den Bus. Die ist richtig cool hier."

Auf die Frage, wie die Jungs sich bis nach Bagdad durchschlagen wollen, antworten sie: "Durch den Hospitality-Club haben wir genug Übernachtungsmöglichkeiten. Ansonsten heißt es auch mal Pension Friedensbus." Die drei Friedensbotschafter wollen auf ihrer Website von ihrer Reise ins Krisengebiet am Golf berichten.
V. Baldauf
Internet: www.friedensbus.de

Sächsische Zeitung 16.4.
Aktion
Friedensbus macht in Dresden Station

Die drei Brüder Veit, Kjell und Kay Kuehne fahren mit ihrem Friedensbus in den Irak. Sie sind 24, 23 und 21 Jahre alt. Unterwegs sammeln sie Geldspenden und von Kindern gemalte Bilder für die Kinder im Irak. Sie verkaufen außerdem regenbogenfarbene Friedensfahnen aus Italien. Seit vier Wochen sind die Jugendlichen unterwegs. Gestern Nachmittag trafen sie am Kulturpalast ein. Sie bleiben ein paar Tage in Dresden und wünschen sich, dass viele Erwachsene und Kinder zu ihnen kommen, um ihre Spenden abzugeben.

BILD Dresden 17.4.
Friedensfahrt in den Irak
Sie haben ein Herz für Kinder und eine gehörige Portion Mut. Die Dresdner Brüder Veit (24, Betriebswirtschaftler), Kjell (23) und Kai (21, beide Studenten) sind seit vier Wochen mit ihrem Friedensbus in Sachsen unterwegs (diese Woche vorm Kulturpalast). "Wir sammeln Spenden für Kinder im Irak, verkaufen Friedensfahnen. In ein bis zwei Monaten wollen wir in den Irak fahren, die Spenden verteilen", sagt Veit.

taz 22.4.
Es könnten viel mehr sein
Beim Ostermarsch gehen rund 3.000 unermüdliche Friedensaktivisten auf die Straße. Am in "Platz der Verarschten Nationen" umgetauften Startpunkt finden selbst Pace-Fahnen kaum Interessenten
von LUCIA JAY

"Mutig" findet die etwa fünfzigjährige Friedensmarschiererin die Entscheidung der Organisatoren, vom Platz der Vereinten Nationen aus zu starten. Mit ihrem Regenbogen-Fahrrad liegt sie voll im Trend. "Hier werden wohl kaum Anwohner dazustossen." Bekümmert blickt sie in die Platten-Landschaft, die sie umgibt und rollt ihre Pace-Fahne aus. Und richtig voll will es auch nicht werden auf dem Platz, der eigentlich keiner ist, sondern vielmehr eine Kreuzung mit ein bisschen Wiese an den Seiten der beiden sechsspurigen Straßen. Der Startpunkt des Berliner Ostermarsches birgt jedoch hohen symbolischen Wert. Er soll, so die Veranstalter der Friedenskoordination Berlin, die Bedeutung der Vereinten Nationen festigen. Der Theologe Wilibald Jacob schlägt in seiner Rede vor, dem früheren Leninplatz besser seinen alten Namen zurückzugeben: "Imperialismus als höchste Stufe des Kapitalismus ist immer noch höchst aktuell." Dass der Platz bedeutungsträchtig ist, zeigt auch eine Aktion der Globalisierungskritiker von "Attac". Sie überkleben ein Straßenschild und nennen den Platz kurzerhand von "Vereinte Nationen" in "Verarschte Nationen" um.

Der Ostermarsch setzt sich in Bewegung. Vorne weg steht auf ganzer Straßenbreite: "Berlin - City of Peace". Nicht alle sind von dem Engagement auf der Lichtenberger Straße begeistert. Eine Anwohnerin beobachtet den Zug vom Balkon aus misstrauisch: "Der Krieg ist doch vorbei. Das ewige Auf-die-Straße-Gehen stört mich. Davon halte ich nichts." Ungefähr 2.000 Teilnehmer zählt die Polizei später. "Wenn es sehr gut wird, dann werden wir 5.000, aber ich glaube es nicht", meint Jürgen Horn, als der Zug die Jannowitzbrücke überquert. Der Mann mit grauem Rauschebart trägt eine weiße "Ordner"-Armbinde. "Zum Konzert auf dem Mariannenplatz werden zwar noch mehr kommen, aber es könnten viel mehr sein."

"Viele sind frustriert, weil die Demos nichts gebracht haben", gibt Theo Wonneberger von Attac zu. "Es hat sich eben gezeigt, dass sich der Stärkere durchsetzt." Deshalb kämen nur noch wenige. Aber die inhaltlichen Diskussionen über Hintergründe von Kriegen müssen fortgesetzt werden, so der Friedensaktivist. Für José Castro von "Links-Ruck" ist es ein Muss, jetzt weiterzumachen. "Das war doch nur das erste Kapitel von einem langen globalen Krieg." Die Schüler sind leicht ausfindig zu machen in dem Zug. Viele sind es nicht. Vielleicht weil Ferien sind. "Mich macht es schon sauer, aber es war ja zu erwarten, dass kaum noch Leute auf die Straße gehen." Jule Arndt vom Herder-Gymnasium gibt aber nicht auf, sondern will sich mit der Gruppe der Herausforderung stellen: "Wir müssen eben die Leute darauf stoßen, dass es weitergeht. Man kann ja nicht bei jedem Krieg von vorne anfangen."

Veit sieht aus wie ein buntes Knäuel. Ein Pappschild mit der Aufschrift "10 Euro" trägt er vor sich her. Er und seine drei Brüder verkaufen Pace-Fahnen. "Damit finanzieren wir die Reise mit einem Friedensbus in den Irak." Veit ist seine Frustration anzumerken. Sechs Stück habe er heute nur verkaufen können. "Es war zwar zu erwarten, dass es weniger werden würde, aber es ist ärgerlich - jetzt bleiben wir auf unseren Fahnen sitzen."

Sächsische Zeitung 25.4.
Rundfahrt
Bus mit Frieden an Bord

Drei Brüder aus Radebeul sammeln Spenden und bringen sie in den Irak

Ein Bus in regenbogenfarbenem Lack sorgte bis Mittwochabend für Aufsehen am Dresdner Kulturpalast. Mit dem aufgestylten Peace-Bus wollen drei Radebeuler Brüder – Veit, Kay und Kjell Kühne – für Frieden werben. Anlass für ihre aktuelle Tour ist der Krieg im Irak.
Um der Zivilbevölkerung und vor allem den Kindern im Irak zu helfen, sammeln sie Spenden und verkaufen Fahnen. In weißen Lettern prangt das Wort Frieden, in Deutsch, Italienisch und Englisch auf dem regenbogenfarbenen Stoff. „Die Idee bekam ich bei einem Italienurlaub. Dort hängen die Fahnen gegen den Krieg an fast jedem Fenster“, erzählt Veit (24). Eine Fahne verkaufen sie für zehn Euro. Der Gewinn wird gespendet – das Geld wollen die Jungs auch persönlich im Krisengebiet abliefern. Denn ihre Route dauert an, der Bus muss noch hunderte Kilometer rollen. Sie fahren noch eine Weile durch Deutschland, dann nach Italien, Syrien und weiter in Richtung Irak.

Kids, die am Friedensbus vorbeischauen, können Bilder für irakische Kinder malen. „Die Zeichnungen sollen ein Symbol für weltweite Freundschaft sein“, sagt Veit. Außerdem könnten sie als moralische Stütze nach den Wochen des Krieges helfen. Die Tour des Trios startete vor einem Monat in Berlin und soll etwa Mitte Juni in Bagdad enden. „Dort werden wir uns einer Hilfsorganisation anschließen. Welcher, wird aber erst vor Ort festgelegt“, sagt Busbesitzer Kay. Damit es mit der Verständigung im Nahen Osten klappt, lernt der 21-Jährige mit seinem Bruder Kjell (23) Arabisch.
Etwa eine Woche machten die Brüder in Dresden Station, ihre Bilanz: „Die Friedensaktionen lassen nach, obwohl der Krieg noch nicht vorbei ist“, sagt Kay. Auch sei das Interesse der Leute nicht so groß wie in Leipzig gewesen. „Viele sind neugierig, kaufen aber keine Fahnen“, so Kay. Elisa

@ www.friedensbus.de
Bildunterschrift: Die Brüder Kay, Kjell und Veit (v.l.) machen mit ihrem Peace-Bus in Dresden Halt, im Juni wollen sie im Irak sein.

Thüringer Landeszeitung Jena 1.5.
Von Berlin nach Bagdad
Von Annett Zündorf
Fast schon einen Familienausflug kann man das Vorhaben nennen, das die Leipziger Brüder Veit, Kay und Kjell Kühne im Sinn haben. Mit einem bunt gestrichenen Kleinbus wollen sie nach Bagdad fahren. Auf der langen Reise in den Irak sollen Kinder Bilder malen und die Erwachsenen Geld spenden. Bilder und Spenden werden Bagdader Kinder bekommen. Ein mutiges Unterfangen, denn Schwierigkeiten warten sicher nicht nur an den Grenzen.
Veit (25) hatte die Idee für die Reise, als er in Italien viele Friedensfahnen in Regenbogenfarben an Häusern sah. Die haben die Jungs auch dabei, zehn Euro das Stück. Nach den Stationen Berlin, Leipzig und Dresden stehen die Brüder mit dem Bus in der Löbderstraße - bis Sonntag noch. Dann geht die Reise gen Weimar, über Österreich, die Schweiz bis nach Italien... Schlafen werden die drei im Bus oder bei Bekannten vom Hospitality Club. Den gründete Veit vor einiger Zeit, mittlerweile hat er Mitglieder in 108 Ländern. Wer Unterkunft gewähren will, lässt sich registrieren und bekommt selbst ein Bett bei anderen. Da gibt's bestimmt genug davon, um die Reise bis in den Irak zu schaffen.

Bildunterschrift: Veit Kühne ist schon seit Wochen unterwegs. Von Berlin nach Bagdad soll die Reise mit dem regenbogenfarbenen Bus gehen.

Ostthüringer Zeitung Rudolstadt 1.5.
Mit einem Friedensbus machte am Dienstag Veit Kühne aus Radebeul Station in Rudolstadt. Er und seine beiden Brüder sammeln auf einer Reise quer durch Deutschland Spenden und Bilder, die sie persönlich Kindern im Irak überreichen möchten.

Allgemeine Zeitung Mainz 3.5.
Friedensbus nach Bagdad
Mainzer Student sammelt für Hilfsprojekte im Irak

Auf den ersten Blick könnte man Kjell Kühne für einen ganz gewöhnlichen Studenten der Mainzer Universität halten. Brille auf der Nase, Buch in der Hand, sitzt er auf einer Bank. "Das Studium ist derzeit nicht meine Hauptbeschäftigung", gesteht der 23-Jährige, der sich dennoch für ein Doppelstudium, Psychologie auf Diplom und Ethnologie und Anthropologie auf Magister, entschieden hat. Die meiste Zeit verbringt der gebürtige Sachse mit viel interessanteren Dingen. Beispielsweise reiste er mehrere Wochen mit einem in Regenbogenfarben lackierten alten Postbus quer durch Deutschland. "Wir haben ihn Friedensbus getauft", berichtet Kühne. "Wir" sind Kjell und seine Brüder Veit, 25, und Kay, 21, dem der Bus gehört und momentan auch als Schlafstätte dient. Auf der Station in Leipzig fuhr der Friedensbus am Kopf der großen Montagsdemonstration gegen den Irak-Krieg und war in etlichen Nachrichtensendungen zu sehen. Auf ihrer Reise sammeln die Geschwister Spenden für Hilfsprojekte im Irak, verkaufen die derzeit überall wehenden, ebenfalls regenbogenfarbenen Fahnen mit der Aufschrift "Pace" und lassen Bilder malen, die an Iraker verteilt werden sollen.

"Bilder statt Bomben", so das Motto der Aktion. Geld und Bilder der Friedensaktivisten sollen aber nicht über Projekte ins Zweistromland gebracht werden. Die Kühnes planen, wenn die Lage im Irak es zulässt, selbst mit ihrem Friedensbus einzureisen. "Dort entscheiden wir dann, wer unser Geld bekommt. Die Spender können unseren Trip im Internet verfolgen", erklärt Kühne. Mehrere tausend Euro habe man beisammen. Die Bilder werden mit Namen und Adresse der Maler versehen. "Wir hoffen, dass so Kontakte entstehen", lautet Kühnes Plan. Die Gedanken, wie man für Frieden auf der Welt sorgen kann, gehen bei Kjell längerfristig. So ist er Organisator für "AFS Interkulturelle Begegnungen", managt Camps für Schüler und Jugendliche aus aller Welt.

Der Hospitality Club, von den drei Kühnes ins Leben gerufen, bietet eine Plattform für Reisende, die ihren Urlaub nicht in Hotels, sondern privat bei Einheimischen verleben möchten. 4 000 potentielle Gastgeber haben sich bisher eintragen lassen. Auch Kjell reist leidenschaftlich. Zur Schulzeit drückte er ein Jahr in Indonesien die Schulbank. Seinen Zivildienst leistete er in Mexiko. Bei seinen Touren durch Südamerika lebte er in Brasilien bei Indios. Kühne spricht mehrere Sprachen fließend, momentan lernt er gerade Chinesisch und - für die Reise in den Irak - Arabisch.

@ Weitere Informationen im Internet unter: www.friedensbus.de




Hier noch zwei Screenshots aus dem ZDF Heute Journal vom 17.3.:
Kjell schwenkt eine Friedensfahne während der Montagsdemo.


Kjell schwenkt weiter und Veit läuft durchs Bild :-)




Pressemitteilung

Friedensbus in den Irak startet am Samstag in Berlin
Bilder statt Bomben
Berlin, den 14.3.03

Am Samstag, den 15.3.03 starten die drei Brüder Veit (24), Kjell (23) und Kay Kühne (21) mit dem Friedensbus von Berlin nach Bagdad. Auf dieser Reise wollen sie in ganz Deutschland Unterstützung für den Frieden sammeln und gegen einen Krieg im Irak protestieren.

Die Brüder werden unterwegs an Friedensdemonstrationen teilnehmen, Spenden und gemalte Bilder sammeln für die Kinder im Irak. "Wir wollen keinen Krieg. Wir wollen Bilder statt Bomben in den Irak bringen. Wir fordern alle Menschen in Deutschland auf, uns zu unterstützen", sagt Kay Kühne.

Damit der Wille der Deutschen zum Frieden noch deutlicher sichtbar wird, verteilt der bunte Friedensbus regenbogenfarbene Friedensfahnen überall im Land. In Italien wehen diese Fahnen bereits in allen Städten. Die drei wollen auch Deutschland in ein Fahnenmeer verwandeln und bieten Friedensfahnen über die Internetseite www.peacebus.org an.

Außerdem wirbt der Friedensbus für die Idee des Hospitality Club (www.hospitalityclub.org). Kjell Kühne: "Heute gegen den Krieg zu protestieren ist zwar wichtig, reicht aber nicht. Wir müssen langfristig die Basis für Frieden schaffen. Genau dazu dient der Hospitality Club. In diesem Netzwerk von gastfreundlichen Menschen auf der ganzen Welt entstehen persönliche Freundschaften. Erst wenn ich in einem Land selber Freunde habe, fühle ich mich persönlich aufgerufen, mich für den Frieden dort einzusetzen."

Auftakt der Reise ist in Berlin am 15.3.03, 18 Uhr Unter den Linden, Ecke Friedrichstraße, wo ab 19 Uhr eine Lichterkette stattfindet.


Weitere Informationen im Internet unter www.peacebus.org

Kontakt: 0173-7749365, 0179-5633015, oder 0163-39 45 038 presse@peacebus.org