Pressemitteilung
27. Februar 1997
Nachwuchs fordert Änderungen im F. D. P.-Wahlprogramm:
JuLis: Studiengebühren sind unsozial!
Die Jungen Liberalen Niedersachsen e. V. (JuLis) haben die niedersächsische F. D. P. aufgefordert, ihren Programmentwurf zur Landtagswahl 1998 in wesentlichen Punkten zu ändern. Die Nachwuchsliberalen fordern vor allem die Streichung der umstrittenen Straf-Studiengebühren für Langzeitstudenten.
"Es kann nicht sein, daß Studenten, die neben ihrem Studium Kinder großziehen oder jobben, um sich über Wasser zu halten, auch noch mit Geldstrafen belegt werden, weil sie länger studieren," sagte der JuLi-Landesvorsitzende Philipp Rösler (24). "Das ist ungerecht und unsozial," so der JuLi-Chef weiter.
Die Jungen Liberalen wollen die Verkürzung der Studienzeiten vor allem durch eine bessere finanzielle Absicherung der Studenten und durch eine Straffung der Lehrinhalte erreichen.
Weitere Punkte, die der liberale Nachwuchs seiner Mutterpartei ins Wahlprogramm schreiben will sind die Abschaffung des Beamtenstatus für Lehrer, die Förderung der Windenergie sowie die Einrichtung anonymer Übernachtungsmöglichkeiten für Straßenkinder.
"Das Wahlprogramm muß noch einmal gründlich überarbeitet werden, bevor es im April vom Landesparteitag verabschiedet werden kann," so Rösler. "Schließlich wird es ja zur Regierungspolitik nach der Abwahl Schröders im Frühjahr 1998."
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