33. JuLi-Landeskongreß in Göttingen

Der 33. Landeskongreß der niedersächsischen Jungen Liberalen (JuLis) fand am letzten Aprilwochenende in Göttingen statt. Für viele JuLis folgte damit ein Politikwochenende nahtlos auf das andere, hatten sie doch zuvor aktiv am F.D.P.-Landesparteitag in Osnabrück teilgenommen.

Im Mittelpunkt des Kongresses standen die jährliche Neuwahl des Landesvorstands sowie die Nominierung des JuLi-Spitzenkandidaten zur Landtagswahl. Philipp Rösler wurde für die gute Arbeit in seinem ersten Amtsjahr belohnt und mit 68 zu 2 Stimmen als Landesvorsitzender wiedergewählt. Noch klarer fiel das Votum bei der Wahl zum Spitzenkandidaten aus: einstimmig nominierten die JuLis den Hannoveraner als ihren Top-Kandidaten für die Landtagswahl.

Als Röslers Stellvertreter gehören dem neuen Landesvorstand Veit Kühne (Herzberg), Wiebke Lauterbach (Goslar), Caroline Hattesohl (Weyhe) und Christian Kaiser (Garbsen) an. Die vier Beisitzer sind: Martin Pfeilsticker (Oldenburg), Michael Hübscher (Stuhr), Jan-Christoph Oetjen (Rotenburg) und Norman Ranke (Ganderkesee).

Gäste auf dem Landeskongreß waren der F.D.P.-Landesvorsitzende Walter Hirche und der Spitzenkandidat zur Landtagswahl, Michael Goldmann. Sie zeigten dem Nachwuchs in ihren Reden, was den Wahlkampf der nächsten Monate bestimmen wird: die Auseinandersetzung mit der katastrophalen Politik und mit den unglaubwürdigen Versprechungen des Gerhard Schröder. Philipp Rösler brachte dies auf den Punkt: "Die Wahrheit ist stärker als die Lüge, nur ist sie nicht immer so schnell."

Am Abend des ersten Kongreßtages stand die traditionelle Fete auf dem Programm, die sich an einen gemeinsamen Pizzeria-Besuch anschloss. Hier zeigte sich wieder einmal, was die Niedersachsen im Gegensatz zu anderen Landesverbänden auszeichnet - sie können feiern. Viele neue Mitglieder waren überrascht von der guten Stimmung und dem lockeren Umgang bei einem politischen Jugendverband, sie feteten jedoch kräftig mit.

Natürlich leisteten die JuLis auch programmatische Schwerstarbeit. Die angenommenen Anträge reichten vom Ja zum Euro über die Einführung der 0,5-Promille-Grenze bis zur Stärkung der Hauptschule.

Schon auf dem Heimweg konnten die Nachwuchsliberalen einen weiteren Beschluß im Radio hören. FFN und Antenne hatten die Forderung nach der Abschaffung des konfessionsgebundenen Religionsunterrichts aufgegriffen und schickten sie als zweite Meldung nach dem Doppelsieg in der Formel 1 über den Äther.

Dies war der krönende Abschluß eines gelungenen Landeskongresses. Er steigerte die Vorfreude auf den Landtagswahlkampf, den der liberale Nachwuchs mit einem eingespielten Team und mit dem besseren Ende für seine Kandidaten und für die F.D.P. bestreiten wird.



Veit Kühne



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