In der Tat war die Bundeswehr in der Zeit des Kalten Krieges Garant für Frieden und Freiheit der Bundesrepublik. Dies war nur mit einer Wehrpflichtarmee möglich.
Doch seit 1990 hat sich die Sicherheitslage in Mitteleuropa drastisch geändert. Die Bedrohung unseres Landes hat abgenommen, die internationale Verantwortung ist gestiegen.
Und so hat die Bundeswehr heute vor allem die Aufgabe, sich an internationalen Einsätzen zur Schaffung und Erhaltung des Friedens zu beteiligen. Dafür weniger, aber spezialisiertere Soldaten. Bei einer Wehrzeit von 10 Monaten können Wehrdienstleistende unmöglich solche Aufgaben erlernen und übernehmen.
Darum wollen die Jungen Liberalen (JuLis) die Wehrpflicht abschaffen und eine Freiwilligenarmee einführen.
Die Freiwilligenarmee soll mit ca. 200.000 freiwillig dienenden Zeit- und Berufssoldaten die Wehrpfllichtarmee von 340.000 Soldaten ersetzen. Dabei könnten immense Einsparungen vorgenommen werden, denkt man nur an die Personalkosten, die materiellen Einsparungen bei Kasernen, Bekleidung etc., den Abbau der Hälfte der Offiziers- und Unteroffiziersstellen sowie der kompletten Wehrpflichtbürokratie.
Der Grundsatz der Wehrgerechtigkeit ist Voraussetzung für die Aufrechterhaltung der Wehrpflicht. Doch heute leisten nur 70 Prozent der jungen Männer ihren Pflichtdienst ab, wogegen die übrigen 30 Prozent mindestens ein Jahr in ihrer Berufsausbildung und -ausübung die Nase vorn haben. Diese nicht zu rechtfertigende Ungleichbehandlung kann nur durch eine enorme Vergrößerung der Bundeswehr oder durch eine Freiwilligenarmee beseitigt werden.
Eine Freiwilligenarmee ist kleiner, effizienter,
billiger und gerechter. Darum fordern die Jungen Liberalen: Wehrpflicht
abschaffen - Freiwilligenarmee jetzt!
Veit
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